Mit einer ungewöhnlichen Maßnahme will die Postbank den starken
Kundenzustrom in ihren Filialen in der Vorweihnachtszeit besser in den
Griff bekommen. Rund 500 Führungskräfte werden freiwillig mit anpacken und
in der Zeit vom 1. bis 20. Dezember die Teams in den Filialen unterstützen.
Jeweils für drei Tage werden die Manager die Mitarbeiter vor Ort entlasten,
die sich so ausschließlich den Kunden widmen können. Dadurch sollen die
Wartezeiten auch bei erhöhter Kundenfrequenz kurz gehalten werden. Fünf
Vorstandsmitglieder der Postbank, darunter IT-Vorstand Dirk Berensmann und Service-Vorstand Dr. Mario Daberkow, stellen sich ebenfalls in den Dienst der
Filialen.
Da die Postbank seit diesem Jahr auch für insgesamt 850 Filialen der Deutschen Post verantwortlich ist, werden die Manager nach Angaben der Postbank auch Pakete annehmen und Päckchen sortieren. Sie werden vor allem in den so genannten Back-Offices arbeiten, also in den rückwärtigen Bereichen einer Filiale. Dabei werden sie auch unzustellbare Briefe von den Zustellern erhalten und die Mitarbeiter am Schalter mit Nachschub versorgen.
Vom Controller über Juristen bis hin zum Pressesprecher sind viele Manager
der Bank vertreten, so die Postbank. Auch der Vorstandsvorsitzende der seit diesem Jahr zur Gruppe gehörenden BHW Bausparkasse, Dr. Michael Meyer, soll sich laut Postbank zum Filialdienst gemeldet haben. Die Führungskräfte des Postbank Konzerns sollen vor allem dort eingesetzt werden, wo der stärkste Kundenstrom zu erwarten ist.