Der Rücktritt von Post-Chef Klaus Zumwinkel hat die Verkaufspläne für die Postbank beflügelt. Nach einem Bericht des Handelsblattes treibt die Bundesregierung als größter Aktionär der Deutschen Post AG den Verkauf des Tochterinstituts der Post voran. Nach Möglichkeit solle der Verkauf noch in diesem Jahr über die Bühne gehen.
Welche Bank als Käufer in Frage kommt, steht allerdings noch nicht endgültig fest. Dem Handelsblatt zufolge ist die Commerzbank der Wunschkandidat. Durch den Zusammenschluss der beiden Banken könnte eine starke Geschäftsbank entstehen, die in der Lage ist, dem Branchenprimus Deutsche Bank Paroli zu bieten. Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller habe massiv für diese Lösung geworben, Gespräche mit der Bundeskanzlerin habe es auch gegeben, heißt es aus Regierungskreisen.
Vor dem unfreiwilligen Abgang Klaus Zumwinkels sei nach einem Bericht der Rheinischen Post die Deutsche Bank noch die erste Wahl als Postbankkäufer gewesen. Der Bundesfinanzminister favorisierte anders als Zumwinkel einen Verkauf der Postbank an die Deutsche Bank, weil er sich von einem solchen Deal im Gegenzug die Unterstützung des Chefs der Deutschen Bank, Josef Ackermann, bei der Lösung Finanzkrise bei der Düsseldorfer IKB-Bank erhoffte.
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