Das Halbjahresergebnis im Minus, aber dennoch Licht am Ende des Tunnels, so sieht die Deutsche Postbank ihre Lage. Das Unternehmen teilte für das erste Halbjahr 2009 mit, dass das Ergebnis vor Steuern und Abgaben (Ebit) mit 340 Millionen Euro um 160 Millionen unter dem des ersten Quartals 2008 lag. Immerhin entfielen von dem Ergebniseinbruch 91 Millionen Euro auf das erste und nur 69 Millionen Euro auf das zweite Quartal. Deshalb kommentiert der neue Postbankchef Stefan Jütte, seit dem 1. Juli auf dem Chefsessel: "Der Trend stimmt."
Durchwachsenes Privatkundengeschäft
Das Privatkundengeschäft der Postbank verlief durchwachsen: Im Spargeschäft stieg der Bestand inklusive Bauspareinlagen gegenüber dem ersten Halbjahr 2008 um 14,5 Prozent auf 71,7 Milliarden Euro, während der Gesamtmarkt bis Ende Mai 2009 nur um 3,2 Prozent auf 540,8 Milliarden Euro expandierte. Im Neugeschäft mit klassischen Spareinlagen erreichte die Bank mit 9,4 Milliarden Euro ein Plus von 81 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die Zahl der privaten Girokonten stagnierte jedoch gegenüber dem Halbjahresende des Vorjahrs bei 4,9 Millionen. Die Höhe der Einlagen stieg zwar im ersten Halbjahr gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 5,4 Prozent auf 17,5 Milliarden Euro. Jedoch wurden nur 222.700 Girokonten im ersten Halbjahr neu eröffnet, 11,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Keine Kreditklemme bei der Postbank
Gestiegen ist das Kreditvolumen im mittelständischen Firmenkundengeschäft. Dort hat sich die Bank gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt um 2,2 Milliarden Euro auf zuletzt 6,2 Milliarden Euro gesteigert. Dies sei trotz des schwierigen Umfelds geschehen und ohne die Kriterien für eine Kreditvergabe aufzuweichen, heißt es in einer Mitteilung der Postbank.
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