Postbank verbessert Online-Banking 

Die Postbank hat ihre Sicherheitsstandards beim Online-Banking erhöht. Ab sofort wird jede Internetverbindung im Online-Banking zweifach abgesichert. Bisher vergaben die Postbank-Rechner im Online-Banking nur eine Identifikationsnummer, die in der Adresszeile jeder Webseite enthalten ist (sogenannte Session-ID).

Künftig kommt noch ein weiteres Merkmal hinzu, das den Kunden mit seinem Browser zweifelsfrei identifiziert: Das so genannte "Session-Cookie". Die Kombination aus beiden Techniken soll verhindern, dass ein Unbefugter mit Kenntnis der URL (Adresszeile der Online-Banking-Seite) und der Session-ID in ein Online-Konto einsehen kann.

"Session-Cookies" seien mittlerweile ein anerkannter Standard im Online-Banking. Sie werden laut Postbank nach der Eingabe von Kontonummer und Online-PIN vom Bank-Rechner an den Browser gesandt. Dort verbleiben sie im Zwischenspeicher; werden also nicht dauerhaft auf der Festplatte gespeichert.

Ihre Gültigkeit erlischt automatisch mit dem Beenden der Bankverbindung. Anders als bei dauerhaften Cookies können keine personenbezogenen Daten gespeichert oder ausgewertet werden.

Nach eigenen Angaben akzeptieren übliche Browser Session-Cookies ohne Probleme. Falls der Kunde sich bewusst dagegen entscheidet und diese deaktiviert, werde er bei jedem Login von der Postbank darauf hingewiesen. Der Kunde wird gebeten, zur Erhöhung der Sicherheit die Funktion dennoch zu aktivieren.

Verzichtet er weiterhin auf die Funktion der "Session-Cookies", könne er sein Konto weiter online führen, müsse aber eine höhere Sorgfalt bei der Sicherheit beachten. So solle er keine Quittungs-Seiten aus dem Online-Banking an Dritte senden.

Unabhängig davon gilt für alle Online-Banker, dass sie jede Online-Banking-Sitzung über den Button "Banking beenden" abschließen. Dadurch wird sofort die Verbindung zur Bank beendet. Die Session-ID und das Session-Cookie sollen im Anschluss ungültig werden.

Die Einführung der Session-Cookies gehört zu einem erweiterten Sicherheitspaket, das die Postbank gegen Online-Missbrauch umsetzt. Dazu gehören beispielsweise die mobile Transaktionsnummer (mTAN), die Webseitenzertifikate (Extended Validated-SSL-Zertifikate) und die digitale Signierung der Postbank E-Mails. Zuletzt hatte die Postbank im Mai dieses Jahres die mobile TAN für alle Kunden kostenfrei gestellt.

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