Die Bundesregierung will längere Übergangsfristen bei der Einführung der internationalen Kontonummer, die insgesamt aus 22 Ziffern besteht und damit wesentlich länger ist als die bisherigen Nummern. Wie der Berliner "Tagesspiegel" berichtet, will die Bundesregierung eine Übergangsfrist bis Ende 2015 in Brüssel durchsetzen.
Überweisungssysteme in der EU sollen vereinheitlicht werden
Im Zuge der Vereinheitlichung des europäischen Zahlungsraumes (Sepa) sollen künftig nur noch die international gültigen Kontonummern (IBAN) und die elfstelligen Bankleitzahlen (BIC) verwendet werden. Auch das Lastschriftverfahren soll im Rahmen von Sepa vereinheitlicht werden. Die nationalen Überweisungssysteme sollen dann ihre Gültigkeit verlieren.
Derzeit beraten Brüsseler Experten, wie viel Zeit die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben, um die internationalen Nummern durchzusetzen. Nach Willen von Brüssel soll die Übergangsfrist für IBAN und BIC spätestens Anfang 2013 auslaufen. Das Sepa-Lastschriftverfahren soll bis zum Jahresbeginn 2014 eingeführt werden. Eine entsprechende Regelung soll im Herbst dieses Jahres in Kraft treten.
Bundesregierung will vierjährige Übergangsfrist
Die Bundesregierung will sich dagegen für eine vierjährige Übergangsfrist einsetzen. Beim Bundesfinanzministerium befürchtet man, dass sich durch die längeren Kontonummern die Gefahr von Schreibfehlern und Fehlüberweisungen erhöhen werde. Noch im August vergangenen Jahres wollte die Bundesregierung durchboxen, dass die bislang verwendeten Kontonummern in Deutschland weiterhin ihre Gültigkeit behalten.
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