Das eigentlich sehr praktische Onlinebanking muss sich immer wieder dem Vorwurf der Unsicherheit erwehren. Nun erhalten die Gegner des unsicheren Internetbankings neuen Zündstoff. Ein aufwendig durchgeführter Test des Technikmagazins CHIP brachte unglaubliche Sicherheitsprobleme ans Licht. Wie die Redaktion schreibt, leisteten sich sieben von 19 Banken zum Teil hochkritische Sicherheitslücken.
Die CHIP-Redaktion beauftragte ein Sicherheitsunternehmen, das sich auf das
sogenannte Cross-Site-Scripting (XSS) spezialisiert hat. XSS-Hacker kopieren
Schadcode in Eingabefelder wie Kontaktformulare oder Suchfunktionen und
senden ihn dann an den Bankserver. Ist die Bank-Site schlampig programmiert,
wird der eingeschleuste Code ausgeführt und der Eindringling kann eigene Inhalte anzeigen. Jetzt muss der Angreifer nur noch den Link der manipulierten
Seite per E-Mail an möglichst viele potentielle Opfer schicken. Wer in die Falle
tappt, riskiert den Verlust sicherheitsrelevanter Daten wie PIN- und TAN-Nummern fürs Online-Banking.
Die Sicherheitsfirma, die ungenannt bleiben will, checkte jede der 19 Banken 30 Minuten lang – und stellte bei sieben Anbietern XSS-Anfälligkeiten fest. CHIP-Autor Dominik Hoferer: "Zwei Banken leisteten sich sogar hochkritische Sicherheitslücken. Bei einer konnte man zum Beispiel über ein Besucherzählmodul ein Skript in ein Cookie einschleusen und so Daten der Nutzer abfangen. Wir haben alle sieben betroffenen Banken vorab über die Sicherheitsmängel informiert, immerhin haben sie ausnahmslos umgehend reagiert.“