Die Slowaken könnten die nächsten EU-Bürger sein, die den Euro als offizielles Zahlungsmittel bekommen. Die EU-Kommission und die Europäische Zentralbank (EZB) haben den EU-Finanzministern empfohlen, der Mitgliedschaft der Slowakei in der Euro-Zone zuzustimmen, berichtet die Financial Times Deutschland (FTD). Die Einführung der Gemeinschaftswährung könnte bei einem entsprechendem Votum zum 1. Januar 2009 erfolgen.
Die EZB wies dem Bericht zufolge warnend darauf hin, dass die Inflation in der Slowakei nach Einfühung des Euro ansteigen werde. Hauptgrund hierfür seien Arbeitsmarktbeschränkungen und steigende Energiepreise. Derzeit liegt die Inflationsrate bei 2,2 Prozent, die Höchstgrenze für Euro-Länder liegt bei 3,2 Prozent.
Das Haushaltsdefizit der Slowakei lag im vergangenen Jahr bei 2,2 Prozent, die Staatsverschuldung lag bei 29,4 Prozent. Nach den Regeln der Währungshüter dürfen Euro-Kandidaten eine Verschuldensquote von maximal 60 Prozent und ein Haushaltsdefizit von maximal drei Prozent haben.
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