Die Bundesbank erhöht die Gebühren für das Zählen und Sortieren von Bargeld. Einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD) zufolge werden Gewerbetreibende ab April 2008 beispielsweise für das Sortieren von Banknoten 3 statt 1 Euro pro Paket bezahlen.
Durch die Preisanhebungen soll der Marktanteil der Bundesbanker auf 50 Prozent gedrückt werden. Derzeit beträgt der Marktanteil 75 Prozent. Private Wettbewerber hatten die günstigen Preise der Bundesbank für das Zählen und Sortieren kritisiert, da dadurch der Wettbewerb verzerrt würde.
"Der Bargeldverkehr ist ein hohes öffentliches Gut, deshalb möchten wir 50 Prozent kontrollieren. Zugleich wollen wir aber auch den Privaten genug Spielraum lassen", sagte Bundesbank-Vorstand Hans Reckers der FTD. Das Landgericht Frankfurt am Main hatte eine Klage gegen die niedrigen Gebühren der Bundesbank erst kürzlich zurückgewiesen. Eine Wettbewerbsverzerrung sei nicht gegeben, urteilten damals die Frankfurter Richter. Das Geldsortieren sei eine hoheitliche Aufgabe und daher dem Wettbewerb nicht zugänglich.
Mit der Preissenkung kommt die Bundesbank ihren Kritikern nun trotz des Frankfurter Urteils entgegen.
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