Ein neuer Trojaner späht nicht nur die Kundendaten beim Online-Banking aus, sondern fälscht auch die Kontoumsätze, damit der Diebstahl nicht sofort bemerkt wird. Sicherheitsexperten des amerikanischen Softwareunternehmens Finjan sind auf den Trojaner, der URLzone genannt wird, aufmerksam geworden. Das berichtet das Internetportal "silicon.de".
Verbreitung über E-Mail und Webseiten
Der Trojaner wurde über Mails, Links auf Webseiten oder über manipulierte Webseiten verbreitet. Nach der Infektion mit dem Banktrojaner setzt sich dieser mit einem Kontrollserver in Verbindung, der ihn anweist, einen bestimmten Geldbetrag auf ein fremdes Konto zu überweisen.
Finjan spricht laut "silicon.de" von einem Trojaner der nächsten Generation, da das Programm nicht nur Geld auf ein fremdes Konto überweist, sonder auch die angezeigten Daten manipuliert. Das Programm kalkuliert, wieviel Geld maximal von dem Konoto abgehoben werden kann, ohne dass der Dispo überschritten wird. Der Trojaner überweist den errechneten Betrag und manipuliert den Account. Kontobewegungen werden nicht mehr korrekt dargestellt.
Schädling täuscht Kunden mit falschem Kontostand
Der Nutzer merkt erst von alldem, wenn er über einen nicht infizierten Rechner online geht oder seinen Kontoauszug überprüft. Erstmals ist ein Schädling damit in der Lage, dem Opfer in Echtzeit falsche Bankdaten vorzugaukeln.
Der Trojaner hatte Kunden von verschiedenen deutschen Banken im Visier. Allerdings nannte Finjan die Namen der Banken nicht. Laut "silicon.de" ist die Attacke vermutlich aus der Ukraine gestartet worden.
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