Verbraucherpreise im Oktober 2007 um 2,4 Prozent gestiegen 

Der Verbraucherpreisindex für Deutschland ist im Oktober 2007 im Vergleich zum Oktober des Vorjahres um 2,4 Prozent gestiegen, teilt das Statistische Bundesamt mit. Im Vergleich zum Vormonat September 2007 erhöhte sich der Indexstand um 0,2%. Im September 2007 hatte die Jahresveränderungsrate ebenfalls bei + 2,4% gelegen. Der Preisauftrieb blieb damit unverändert. Die Schätzung für Oktober 2007 auf Grund der Ergebnisse aus sechs Bundesländern wurde damit bestätigt.

 

Im Oktober 2007 wirkten sich die Mineralölprodukte – wie schon imVormonat – preistreibend auf die Jahresteuerungsrate aus: Ohne Einrechnung der Preisentwicklung der Mineralölprodukte hätte die Teuerungsrate nur bei 2,2 Prozent gelegen. Im Jahresvergleich stiegen sowohl die Preise für Kraftstoffe (Anstieg um 10,3 Prozent) als auch für leichtes Heizöl (Anstieg um 5,8 Prozent). Das Ergebnis resultiert in erster Linie aus dem deutlichen Preisrückgang bei den Mineralölerzeugnissen im Vorjahresmonat (statistischer Basiseffekt). Auch die Preise für Strom (Anstieg um 8,0 Prozent) sind binnen Jahresfrist überdurchschnittlich gestiegen, dagegen sanken die Gaspreise um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtet das Statistische Bundesamt.

 

Die relativ hohe Teuerungsrate ist auch auf überdurchschnittliche Preisanstiege bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken zurückzuführen. Diese lagen im Schnitt mit einem Plus von 4,6 Prozent deutlich über dem Preisniveau des Vorjahres. Erheblich teurer wurden bei Nahrungsmitteln vor allem Speisefette und –öle sowie Milchprodukte und Eier. Auch die Preise für Brot und Getreideerzeugnisse (Anstieg um 4,0 Prozent) zogen gegenüber dem Oktober 2006 deutlich an.

 

Weiterhin wirkt sich der Preisanstieg für das Bildungswesen (Anstieg um 29,2 Prozent) auf die Teuerungsrate aus vor allem wegen der Einführung der Studiengebühren im April dieses Jahres in fünf Bundesländern. Im Oktober 2007 folgten noch zwei weitere Bundesländer. Verbraucherfreundlich blieb die Preisentwicklung bei Informationsverarbeitungsgeräten (Preissenkung um 10,1 Prozent; darunter PC mit einer Preissenkung um 25,1 Prozent und Laserdrucker mit einer Kostensenkung um 6,0 Prozent) und bei Unterhaltungselektronik (Preissenkung um 7,9 Prozent; darunter Fernseher mit einer Kostensenkung um 21,1 Prozent und Camcorder mit einer Preissenkung um 9,0 Prozent).

 

Der leichte Preisanstieg von 0,2 Prozent gegenüber September 2007 ist auf gegenläufige Preisentwicklungen zurückzuführen. Unter anderem waren Preisrückgänge bei Mineralölprodukten mit einem Preisrückgang um 0,9 Prozent (davon Kraftstoffe mit einem Kostenrückgang um 1,0 Prozent und leichtes Heizöl mit einem Preisrückgang um 0,1 Prozent) sowie Beherbergungsleistungen mit einer Preissenkung um 4,0 Prozent und Pauschalreisen mit einer Kostensenkung um 2,9 Prozent zu beobachten. Dagegen mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher binnen Monatsfrist erneut mehr für einige Nahrungsmittel ausgeben. Nach den sukzessiven Preisanstiegen für einige Molkereiprodukte sowie Speisefette und –öle in den letzten vier Monaten, zogen im Oktober 2007 vor allem die Preise für Molkereiprodukte mit 6,1 Prozent deutlich an (darunter süße Sahne mit einem Preisanstieg um 11,3 Prozent; Vollmilch mit einem Anstieg um 10,7 Prozent; Edamer und Gouda mit einer Verteuerung um 7,3 Prozent sowie Speisequark mit einem Preisanstieg um 6,2 Prozent).

 

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland hat sich im Oktober 2007 gegenüber Oktober 2006 um 2,7 Prozent erhöht. Im Vormonatsvergleich stieg der Index um 0,2 Prozent. Die Schätzung vom 29. Oktober 2007 wurde damit bestätigt.

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