Trotz Wirtschaftskrise und Warnungen vor Kreditkartenausfällen verbucht Visa weiterhin steigende Gewinne. Im abgelaufenen Quartal verdiente der Kreditkartenriese rund 729 Millionen Dollar (515 Millionen Euro), berichtet die "Financial Times Deutschland" (FTD). Damit stieg der Überschuss im vergangenen Quartal um 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Erlöse wuchsen im dritten Geschäftsquartal um zwei Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro). Das teilte Visa nach Angaben der "FTD" am Mittwoch nach Börsenschluss mit. Der Konzern bestätigte seine Erwartungen für die Erlöse im laufenden Jahr. Für weitere Einsparungen will der Kreditkartenanbieter seinen Kapitalaufwand am unteren Ende der bisherigen Planung begrenzen.
Mit dem bereingten Ergebnis übertraf der Konzern die Schätzungen der Analysten, schreibt die "FTD". Die Erlöse fielen wie erwartet aus. Visa profitierte von Einsparungen bei den Ausgaben für Werbung und Marketing vom Beteiligungsverkauf der brasilianischen Tochter Visanet. Dieser brachte einen Einmalgewinn von 237 Millionen Dollar (168 Millionen Euro).
Anders erging es Wettbewerber American Express (Amex), der im vergangenen Quartal einen Gewinneinbruch von 84 Prozent erlitt. Im Gegensatz zu Amex tragen Visa und Mastercard jedoch das Riskio unbezahlter Kreditkartenschulden nicht selbst. Stattdessen liegt es bei den Banken, die die Kreditkarten ausgeben. Mastercard legt seine Quartalszahlen noch heute vor.
BGH-Urteil: Reise-Umbuchungen bleiben teuer
Der BGH hat ein wichtiges Urteil in Sachen Reiseum...
mehr