Im Jahr 2005 ist die Gesamtzahl der Kreditinstitute in Deutschland gesunken. Im vergangenen Jahr waren mit 2.344 Instituten 57 weniger am Mark aktiv als noch im Vorjahr, teilt die Bundesbank mit. Dies entspricht einem Rückgang von 2,4 Prozent. Damit verlangsamte sich der Konzentrationsprozess im Vergleich zum Vorjahr erneut, in dem dieser Rückgang noch 2,7 Prozent betrug.
Seit 1990 hat sich die Zahl der Kreditinstitute in Deutschland mehr als halbiert
(von 4.719 um insgesamt 2.375 Institute, d.h. um 50,3%). Die absolute Anzahl an Kreditinstituten im kreditgenossenschaftlichen Sektor
sank im Berichtsjahr unter Berücksichtigung der Umgruppierung zweier
Institute um 45 Institute oder 3,4 % von 1.340 auf insgesamt 1.295 Institute.
Im öffentlich-rechtlichen Sektor führten 14 Abgänge zu einer Reduzierung
um 2,9 % auf insgesamt 475 Institute Die Zahl der Kreditbanken blieb mit
356 Instituten per Saldo unverändert; allerdings waren starke Bewegungen
bei den Zu- und Abgängen zu verzeichnen.
Der Bestand an inländischen Zweigstellen (ohne Deutsche Postbank AG)
verringerte sich im Berichtsjahr um 719 bzw. 2 Prozent auf 35.041. Damit haben
die Aktivitäten zur Straffung des inländischen Zweigstellennetzes im Vergleich
zum Vorjahr etwas nachgelassen. Seit 1992, dem Jahr mit der höchsten
Anzahl von Zweigstellen, ist das Filialnetz um 28,8 Prozent ausgedünnt worden.
Unter Berücksichtigung der Zweigstellen der Deutschen Postbank AG gab
es zum Jahresende 2005 insgesamt 44.100 inländische Zweigstellen. Dies
bedeutet einen Rückgang um 1.367 Zweigstellen bzw. 3,0 Prozent gegenüber
dem Vorjahr. Seit erstmaliger Einbeziehung der Postbank bei den Kreditinstituten im Jahr 1995 wurde die Anzahl inländischer Zweigstellen bundes-weit um 23.830 bzw. 35,1 Prozent reduziert.
Die Zahl der Bankstellen (Zentralen rechtlich selbständiger Kreditinstitute
und deren Zweigstellen) sank im Berichtsjahr um 776 bzw. 2,0 Prozent auf
37.384. Unter Einbeziehung der Deutschen Postbank AG gab es mit 46.444 Bankstellen Ende 2005 1.423 Bankstellen bzw. 3,0 Prozent weniger als noch im Jahr
zuvor.
Die Bankstellendichte (Anzahl der Einwohner pro Bankstelle) ohne Deutsche
Postbank AG veränderte sich im Jahr 2005 von 2.163 auf 2.207, d.h.
sie verringerte sich um 2,0 Prozent. Damit kamen am Ende des Berichtsjahres im
Schnitt 44 Einwohner mehr auf eine Bankstelle als noch im Jahr 2004. Bei
Einbeziehung der Deutschen Postbank AG verringerte sich die Bankstellendichte
um 3,0 % und betrug Ende 2005 1.776.
Im internationalen Vergleich
lag Deutschland damit im Mittelfeld. So war die Bankstellendichte in den
Niederlanden, in Schweden und Großbritannien geringer, in der Schweiz
und in Italien hingegen höher als in Deutschland.