Die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Schweinegrippe werden deutlich geringer ausfallen als von vielen zunächst befürchtet. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Allianz und des Rheinisch Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI).
Da der Krankheitsverlauf der Schweinegrippe milder ausfällt als der der Vogelgrippe seinerzeit, prognostiziert das RWI ein gesamtwirtschaftliches Minus von 1,6 Prozent im schlimmsten Fall. Im Vergleich lag der Einschnitt bei der Vogelgrippe hierzulande mehr als doppelt so hoch. "Tatsache ist, dass die Unternehmen in der aktuellen schwierigen Wirtschaftslage weniger unter der Neuen Grippe leiden als im Boom", erklärt Prof. Dr. Christoph Schmidt, Präsident des RWI.
"In Krisenzeiten haben die Unternehmen weniger Aufträge. Wenn Teile der Belegschaft krank werden, fällt das weniger ins Gewicht. Läuft die Produktion dagegen auf vollen Touren, schlägt sich ein hoher Krankenstand deutlich stärker auf die Umsätze durch." Branchen wie Transport, Gastgewerbe und Kultur könnten jedoch stärker von der Schweinegrippe betroffen sein.
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