Die Wohngeldzahlungen an deutsche Haushalte sind im Jahr 2006 um rund 15 Prozent zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, erhielten am Jahresende 2006 in Deutschland rund 666 000 Haushalte Wohngeld; gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 14,7%. Somit bezogen Ende 2006 noch 1,7% aller privaten Haushalte
Wohngeld (Vorjahr: 2,0%). Wohngeld ist ein von Bund und Ländern je
zur Hälfte getragener Zuschuss zu den Wohnkosten. Dieser wird einkommensschwächeren
Haushalten gewährt, damit diese die Wohnkosten für angemessenen und
familiengerechten Wohnraum tragen können.
Seit Inkrafttreten von Hartz IV und den damit
verbundenen Änderungen beim Wohngeld zum 1. Januar 2005 entfällt für Empfänger staatlicher Transferleistungen sowie Mitglieder ihrer Bedarfsgemeinschaft
das Wohngeld. Die angemessenen Unterkunftskosten der Empfänger dieser
Transferleistungen werden seitdem im Rahmen der jeweiligen
Sozialleistungen berücksichtigt, so dass sich für die einzelnen
Leistungsberechtigten keine Nachteile ergeben. Ende 2004, also
unmittelbar vor Inkrafttreten von "Hartz IV", bezogen noch 3,5
Millionen Haushalte Wohngeld.
Der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch lag 2006 bei 91 Euro:
Den Empfängerhaushalten von Mietzuschuss (Mieter von Wohnraum) wurden durchschnittlich 87
Euro im Monat an Wohngeld ausgezahlt, den Empfängerhaushalten von
Lastenzuschuss (Eigentümer des Wohnraums) durchschnittlich 119 Euro. Die monatliche
Bruttokaltmiete der Mietzuschussempfänger betrug Ende 2006
durchschnittlich 5,90 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, die monatliche
Belastung der Lastenzuschussempfänger lag mit durchschnittlich 4,32
Euro je Quadratmeter Wohnfläche niedriger.
Die Gesamtausgaben für das Wohngeld betrugen im Jahr 2006
bundesweit rund 1,16 Milliarden Euro; dies entspricht einem Rückgang
um 5,9% gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2004, dem Jahr vor der Reform,
beliefen sich die Ausgaben für das Wohngeld noch auf 5,18 Milliarden
Euro.