Die Landesbank Hessen-Thüringen Helaba plant, ihre Direktbanktochter 1822direkt auszugliedern. Dies berichtet die Financial Times Deutschland (FTD). Damit wäre es privaten Investoren möglich, sich an der Onlinebank zu beteiligen. Daneben ist aber auch eine stärkere Einbindung anderer Sparkassen ins Geschäft mit den Direktbanken denkbar.
Die 1822direkt gehört zur Frankfurter Sparkasse Fraspa, die 2005 von der Helaba übernommen wurde. Im Sparkassenlager haben die Direktbanken der BayernLB (DKB) und der Helaba für Unruhe gesorgt. Die BayernLB will mit der DKB bundesweit expandieren, was aber gegen das Regionalprinzip der Sparkassen verstößt.
Sollten mit der Ausgliederung der 1822direkt weitere Sparkassen in das Direktbankgeschäft eingebunden werden, so könnte das die anderen Sparkassen beruhigen und für eine Entschärfung des Konflikts um die Direktbanktöchter sorgen. Ob die Abspaltung der 1822direkt eine Direktbankinitiative der Sparkassen zum Ziel hat, ist aber mehr als ungewiss.
Für die 1822direkt soll eine eigene Banklizenz beantragt werden. Die dann eigenständige Bank soll mit einem Stammkapital von 80 bis 100 Mio. Euro ausgestattet werden.