Die privaten Krankenversicherungen wollen angesichts der Modifikation des Gesundheitssystems den Wechsel des Anbieters für ihre Kunden erleichtern. Privatversicherten wird es momentan noch erschwert die Versicherung zu wechseln, da sie mit zunehmenden Alter oder Krankheiten mit höheren Beiträgen rechnen müssen. Der Grund dafür ist, dass die Versicherten nicht ihren Anteil an den Rückstellungen mit in die neue Kasse mitnehmen können. Die Rückstellungen stellen den medizinischen Bedarf dar, die hauptsächlich im Alter benötigt werden.
Wie das Handelsblatt meldete, würden sich nun die privaten Krankenversicherungen dem Widerstand von Verbraucherschützern und Politiker beugen, die mehr Flexibilität für die Kunden fordern. Falls es geregelt wird, dass man seine Alterungsrückstellung auf eine neue Versicherung übertragen kann, könnte es allgemein zu einer Erhöhung der monatlichen Beiträge kommen.
Um den Kunden einen Wechsel zu erleichtern, ist es nötig das System der privaten Krankenversicherung zu reformieren. Dazu äußerte sich der ehemalige Chef der Deutschen Krankenversicherung und Kommissionsmitglied zur Reform des Versicherungsvertragsgesetzes Jan Boetius, dass die Voraussetzung für einen Wechsel die Kalkulation eines Grundschutzes mit einer einheitlichen Prüfung des Gesundheitszustandes neuer Kunden ist. (dh)
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