Das Risiko, trotz Job in die Armut abzurutschen, ist im Osten Deutschlands fast doppelt so hoch wie im Westen der Republik. Wie die "Thüringer Allgemeine" unter Berufung auf eine Auswertung des Mikrozensus 2008 des Statistischen Bundesamtes berichtet, liegt das Armutsrisiko im Osten bei 10,0 Prozent, während es im Westen bei 5,3 Prozent liegt.
In Mecklenburg-Vorpommern liegt das Armutsrisiko für Erwerbstätige mit 12,3 Prozent bundesweit am höchsten, Sachsen-Anhalt (11,6%) und Sachsen (10,4%) folgen mit wenig besseren Werten.
Wenig überraschend liegt die Armutsgefahr in Bayern (4,0%), Baden-Württemberg (4,1%) und Hessen (5,0%) am niedrigsten. Insgesamt hat sich das Armutsrisiko für Erwerbstätige mit Gehalt seit 1998 gesteigert. Der Anstieg fiel im Osten - von 6,7 Prozent auf 10,0 Prozent - bedeutend höher als im Westen - von 4,1 auf 5,3 Prozent - aus.