Deutsche Autohersteller lehnen überstürzte Rabattaktionen zur Hebung des Neuwagenabsatzes ab. Einzig Opel setzt auf starke Medienpräsenz der Aktion "Wegfahrpreise". Dabei zahlen Neuwagenkäufer die Hälfte des Kaufpreises sofort und haben dann zwei Jahre Zeit, den Rest zu bezahlen.
BMW wertet nach Angaben von Unternehmenssprecher Alexander Bilgeri "die Produktsubstanz" auf. Wer bis Weihnachten einen BMW der 1er oder der 3er Serie kauft, erhält einen nagelneuen Satz Winterreifen hinzu. Weitere Aktionen schloss Bilgeri gegenüber banktip.de nicht aus. Das werde man jedoch "zeitnah" entscheiden.
Gelassen gibt man sich auch bei Volkswagen. Das Unternehmen plane keine speziellen Finanzierungsmodelle oder Rabatte an, um den Neuwagenverkauf anzukurbeln, teilte Christina Peternek für die Wolfsburger mit. Peternek verwies auf die hauseigene Bank, die stets attraktive Finanzierungsangebote bereit halte, und auf die Sondermodelle.
25 Prozent Rabatt beim Händler
Panischer reagieren die Händler. So berichteten die Kieler Nachrichten in der vergangenen Woche von einem Händler, der 25 Prozent Rabatt auf einen Neuwagen versprach. Die Kaufzurückhaltung ist aber nicht das einzige Problem der Autohäuser.
So klagte Robert Rademacher, Präsident des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, im Vorfeld einer Branchentagung in Bonn, es mehrten sich Nachrichten aus dem Automobilhandel, dass Kreditzusagen verteuert, zurückgezogen oder sogar Kredite kurzfristig fällig würden. Die Branche gibt 470.000 Menschen in Deutschland Lohn und Brot.
Mehr zum Thema Autokauf:
Autofinanzierung: Welche ist für Sie die richtige?