Eine Bande hat in 15 Fällen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen bei Berliner Banken Kredite in Höhe von insgesamt 450.000 Euro bekommen. Nach bisherigen Erkenntnissen ließen die mehrheitlich aus Ex-Jugoslawien stammenden Täter Personen aus dem ehemaligen Jugoslawien einreisen, meldeten sie zum Schein polizeilich in Berlin an und ließen sie mit gefälschten Arbeitsverträgen und Lohnbescheinigungen Kredite beantragen. Das berichtet die "Berliner Zeitung".
Mit den falschen Dokumenten konnten sie bei den Banken Bonität nachweisen und bekamen so Darlehen in Höhe von bis zu 30.000 Euro pro Person. Die erste Kreditrate wurde nach Angaben der Zeitung in manchen Fällen noch bezahlt, dann reisten die Kreditnehmer wieder aus. Anschließend teilte sich die Bande das Geld mit dem jeweiligen Kreditnehmer.
Auf die Spur kam ihnen das Brandenburger Landeskriminalamt, das zuerst nur wegen Bunt- und Edelmetall-Diebstahls ermittelte. Dabei fiel ihnen der Kreditbetrug auf. Bei der Durchsuchung von 22 Wohnungen in Berlin und Brandenburg wurden auf Grund gefundener Beweismittel nun acht Verdächtigte festgenommen, fünf Männer und drei Frauen. Sieben haben ihren Wohnsitz in Berlin, einer in Brandenburg. Unter den Verdächtigen befinden sich auch zwei deutsche Männer.
Gegen sieben der Festgenommenen bestehen bereits Haftbefehle, eine Person wurde wegen der gefundenen Beweismittel festgenommen. Alle sollen dem Haftrichter vorgeführt werden.