Die Verbände der Bau- und Immobilienwirtschaft fordern CDU, CSU und FDP auf, mit den Koalitionsverhandlungen mehr Anreize für den Wohnungsbau zu setzen. Der Mangel an energieeffizientem und zukunftssicherem Wohnraum betreffe nicht mehr nur die Ballungszentren, sondern viele Regionen Deutschlands.
Verbände: Konjunkturmotor Wohnungsbau ankurbeln
Ein gemeinsames Positionspapier der Bau- und Immobilienverbände nennt als wichtigste Punkte die Verdoppelung des Abschreibungssatzes im Mietwohnungsbau sowie die gleichberechtigte Förderung von Modernisierung und Neubau sowie Bestandsersatz durch die KfW. Der Konjunkturmotor Wohnungsbau könne auf diese Weise angekurbelt werden.
Kurzfristig fordern die Verbände Verbesserungen in der Abschreibung von Mietwohnungsbau und eine Gleichstellung der Förderung von Modernisierung und Neubau/Bestandsersatz in den KfW-Programmen.
Energieeinsparverordnung stoppen
Weitere Schwerpunkte des gemeinsamen Positionspapiers sind die Absetzbarkeit von Planungs- und Handwerkerleistungen beim Bau von selbstgenutztem Wohneigentum sowie eine Zurückstellung der Energieeinsparverordnung EnEV 2012 bis die Wirkung der EnEV 2009 überprüft ist.
Die Verbände schlagen außerdem eine Anschubfinanzierung im Wohnungsbau vor. Wenn die Wohnungsbautätigkeit nur um 50.000 Wohnungen gesteigert werde, könnten über 150.000 neue Arbeitsplätze entstehen, heißt es in dem Positionspapier.