Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) erwarten spätestens zu Beginn 2005 eine Senkung der Beiträge. Dies teilte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Hans Jürgen Ahrens mit. Das hätte zur Voraussetzung, dass sich die Finanzen der Kassen weiterhin gut entwickeln, da die AOK noch drei Milliarden Schulden aus dem letzten Jahr zu begleichen hat. Falls die Arbeitslosenzahlen schneller sinken würden, könnte man schon früher mit niedrigeren Beitragssätzen rechnen.
Der von der Regierung angestrebte Beitragssatz von 13,6 Prozent könnte nach Meinung von Ahrens erst im dem kommenden Jahr erreicht werden, wenn die Krankenkasse auch mehr Einnahmen erziele. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hatte am Mittwoch die gesetzlichen Kassen zu Beitragssenkungen aufgefordert und daraufhin gewiesen, dass die Kassen ihre Finanzpotenziale nutzen sollten, um sie so an die Versicherten weiterzugeben.
Nach einer Bekanntgabe des Gesundheitsministeriums erwirtschafteten die gesetzlichen Krankenkassen im ersten Quartal 2004 einen Überschuss von rund einer Milliarde Euro. Damit konnten die Kassen zum ersten Mal seit zehn Jahren einen Gewinn verbuchen. (dh)
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