Die unter Banken gefürchtete Kreditkrise scheint der Deutschen Bank nichts anhaben zu können. Das größte deutsche Institut legte heute die Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 vor. Trotz einiger Verluste, vor allem im Investmentbereich, konnten Josef Ackermann & Co. den Gewinn aus dem Jahr 2006 noch einmal um sieben Prozent übertreffen. Die Banker erwirtschafteten 2007 einen Jahresüberschuss von 6,5 Mrd. Euro. Die Dividende soll auf 4,50 Euro pro Aktie angehoben werden. Sie würde damit um 12,5 Prozent über der Vorjahresdividende liegen.
Vorstandschef Ackermann hatte bereits zum Ende letzten Jahres deutlich gemacht, dass sich die Kreditkrise auf sein Haus nicht noch mehr auswirken wird. Im letzten Quartal 2007 beliefen sich die Verluste, die auf die Subprime-Krise zurückzuführen sind, auf weniger als 50 Mio. Euro netto. Insgesamt belaufen sich die krisenbedingten Abschreibungen der Bank damit auf 2,3 Mrd. Euro; wenig im Vergleich zu den zweistelligen Milliardenabschreibungen, die einige ausländische Konkurrenten vornehmen mussten.
Im Gegensatz zum gebeutelten Kredit- und Investmentgeschäft erwies sich das Geschäft mit den Privatkunden als einträglich. Der Gewinn in dieser Sparte stieg um 13 Prozent auf insgesamt 252 Mio. Euro. Auch bei der Kundenzahl konnte die Deutsche Bank zulegen: 13,8 Mio. Kunden zählt das Institut weltweit. In diesem Jahr will Ackermann, der heute seinen 60. Geburtstag feiert, den Gewinn des Unternehmens noch einmal steigern. Insgesamt sollen dann 8,7 Mrd. Euro vor Steuern auf der Habenseite verbucht werden. 2007 belief sich das Vorsteuerergebnis auf 8,4 Mrd. Euro.