Die Mehrheit der Deutschen sorgt sich um ihre Wohnsituation im Alter. Das geht aus einer Umfrage des Seniorenportals von ImmobilienScout24 in Zusammenarbeit mit dem Markforschungsinstitut Innofact hervor.
Der Umfrage zufolge äußerten 83 Prozent der Befragten Sorgen und Ängste bezüglich ihrer Wohnsituation im Alter. Besonders Jüngere beschäftigt die Angst vor Vereinsamung und "Abschiebung", während für ältere Menschen vor allem finanzielle Sorgen eine Rolle spielen.
Nach eigenen Angaben wurde in der Studie deutlich, dass finanzielle Sorgen im fortgeschrittenen Alter die meisten Menschen beunruhigen (53 Prozent), gefolgt von "Abschiebung" in eine ungewollte Wohnsituation (47 Prozent). Jeden Dritten plagen Ängste vor Vereinsamung und vor dem Verlust des gewohnten Umfelds. Dabei sind die Sorgen stark altersabhängig. Für Unter-29-Jährige ist vor allem die Angst vor Vereinsamung von zentraler Bedeutung (56 Prozent), die für die Generation 50+ eine sehr viel geringere Rolle spielt (18 Prozent).
In der Studie gaben 70 Prozent der Teilnehmer an, sich schon einmal mit Wohnmöglichkeiten im Alter beschäftigt zu haben. Entweder für sich selbst oder für Verwandte und Bekannte. Das Interesse ist dabei auch bei Menschen unter 29 Jahren stark ausgeprägt (66 Prozent), nimmt jedoch im Alter noch zu (bis 75 Prozent). Die Bedeutung des Thema ist in Ost und West gleichermaßen hoch, Frauen setzen sich tendenziell etwas stärker mit der Problematik auseinander als Männer (72 vs. 66 Prozent).
Als Informationsquelle zum Thema "Wohnen im Alter" dienen in erster Linie Gespräche mit Verwandten und Freunden (48 Prozent) sowie das Internet (46 Prozent). Auch soziale Einrichtungen und Organisationen sowie Nutzer seniorengerechter Wohnformen selbst werden häufig angesprochen. Dagegen haben Ärzte und Fachliteratur kaum eine Bedeutung, wenn es um seniorengerechte Wohnformen geht.