Die Barmer Krankenkasse verkündete heute auf ihrer Pressekonferenz, dass das Unternehmen ein positives Finanzergebnis erzielt und der Zuspruch an Zusatzversicherungen und Bonusprogrammen sich erhöht habe. Der Vorstandsvorsitzende der Barmer Dr. Eckart Fiedler sagte, dass im ersten Quartal 2004 ein Überschuss von 160 Millionen Euro erreicht wurde, was einen Zuwachs von 2,1 Prozent darstellt.
Der Grund für den Gewinn resultiere aus der stärkeren Beitragsbelastung der Rentner. Fiedler prognostizierte weiterhin für das Gesamtjahr einen Überschuss von 340 Millionen Euro. Das positive Ergebnis sei außerdem höher zu bewerten, da man im vergangenen Jahr noch ein Defizit von 280 Millionen Euro hatte und der Beitragssatz zum 1. April 2004 gesenkt wurde.
Für die Bonusprogramme, die die Krankenkasse offeriert, haben sich laut Fiedler schon über 200.000 Teilnehmer angemeldet. Ziel dieser Programme sei es, durch gezielte Anreize Vorsorge und Prävention zu fördern.
Das Gesundheitssystem-Modernisierungsgesetz (GMG), das zum 1. Januar 2004 in Kraft gesetzt wurde, half ebenfalls dabei, dass die Krankenkasse einen Überschuss erzielen konnte. Dieses räumt den gesetzlichen Krankenkassen die Vermittlung privater Zusatzversicherungen ein. Die Barmer kooperiert seitdem mit der Huk-Coburg, die spezielle Tarife für die 7,5 Millionen Versicherten der Barmer anbietet. Darunter zählen Chefarztbehandlung, Ein- oder Zweibettzimmer, Reisekrankenversicherung sowie Zahnzusatztarife.
Zur Zeit arbeitet die Barmer an einem Hausarztmodell, das ab Herbst fertig gestellt werden soll. Fiedler kündigte an, dass eine weitere Beitragssenkung bis zum 1.1. 2005 geplant sei.
(dh)
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