Eurofälschungen 2006 

Die Gesamtzahl gefälschter Euroscheine, welche 2006 aus dem Verkehr gezogen wurden, liegt leicht unter der von 2005. Das geht aus der entsprechenden Bilanz der Europäischen Zentralbank (EZB) hervor. Nach Angaben von Europol konnten aber wesentlich mehr gefälschte Euronoten als 2005 beschlagnahmt werden, bevor sie in Umlauf kamen.

2006 seien 16 Falschgelddruckereien aufgeflogen und mehr als 540 Verdächtige verhaftet worden, so Europol. Je länger die Noten in Umlauf sind, desto besser werden die Fälschungen, weswegen regelmäßig neue Sicherheitsmerkmale entwickelt werden müssen. In diesem Jahr wird über die Sicherheitszeichen entschieden, berichtet das Handelsblatt. Aber erst 2010 soll es neue Noten geben.

Unter den 565.000 gefälschten Euroscheinen, die im letzten Jahr aus dem Verkehr gezogen wurden, waren laut EZB 20-€-Banknoten am häufigsten vertreten, gefolgt von den Noten zu 50 € und 100 €. Damit entfallen mehr als 90 Prozent des zwischen Juli und Dezember 2006 aufgedeckten Falschgeldumlaufs auf diese drei Stückelungen.

Die sichergestellten Fälschungen wurden überwiegend in Ländern des Euro-Währungsgebiets entdeckt. In der zweiten Jahreshälfte 2006 stammte rund 1 Prozent aus EU-Mitgliedstaaten, die nicht dem Euroraum angehören, und 1 Prozent aus der übrigen Welt. Aufsehen erregt hatte vor allem ein Fall aus Kolumbien, wo im November falsche Euros im Wert von 5 Millionen Euro entdeckt wurden.

Die EZB betonte, angesichts der Gesamtmenge von 10,5 Milliarden zirkulierender Euroscheine seien die Fundmengen winzig. Außerdem sei jede Fälschung als solche erkennbar. Wer den Verdacht hegt, Falschgeld erhalten zu haben, kann sich an die Bundesbank wenden, die bei der Überprüfung behilflich ist. Wer sich sicher ist, muss die falschen Banknoten bei der Polizei abgeben und dabei möglichst genaue Angaben zu deren Herkunft machen.

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