Auf ihrer gestrigen Sitzung hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins unverändert bei 4,00 Prozent belassen. Allerdings kündigte EZB-Chef Jean-Claude Trichet im Falle übermäßiger Lohnerhöhungen Zinssteigerungen an, wie das Handelsblatt berichtet.
Durch hohe Lohnabschlüsse könnte eine Spirale aus höheren Preisen und wiederum höheren Löhnen in Gang gesetzt werden. Die Teuerung, die auch im Dezember mit 3,1 Prozent auf dem höchsten Stand seit Mai 2001 verharrte, könnte so weiter verfestigt werden. Dies wolle und werde man nötigenfalls verhindern, so EZB-Chef Trichet.
Bereits auf der gestrigen Tagung der EZB wurde laut Handelsblatt über eine Zinserhöhung diskutiert. Mit Rücksicht auf die konjunkturelle Entwicklung haben die Währungshüter davon dann letztlich aber abgesehen. Finanzexperten erwarten trotz der Drohung der EZB, die Zinsen zu erhöhen, bis zum Jahresende mit einem niedrigeren Zinsniveau.