Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf ihrer heutigen Sitzung den Leitzins erhöht. Der Mindestbietungssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte des Eurosystems, so die offizielle Bezeichnung des für Banken und Anleger wichtigen Zinses, wird von 3,50 Prozent auf nun 4,00 Prozent angehoben.
In der Finanzwelt wurde der Schritt zum Teil begrüßt. Als folgerichtig und im Einklang mit entsprechenden Ankündigungen bewertet der Bundesverband Öffentlicher Banken
Deutschlands (VÖB) den Zinsschritt. Die EZB
bewege sich damit auf das obere Ende des neutralen Zinsbereiches zu.
Dies sei, so der VÖB, mit Blick auf die gestiegenen Inflationsrisiken
gerechtfertigt. Als Treiber der Preisentwicklung in den kommenden
Monaten sieht der Verband deutlich steigende Rohölpreise. Ursache
hierfür seien neben regionalen Konflikten in einigen Förderländern
auch der Beginn der Hurrikansaison in den USA.
Experten erwarten bis zum Jahresende weitere Zinssteigerungen. Der Leitzins könnte sich bis dahin auf dann 4,50 Prozent erhöhen.