Einem Zeitungsbericht zufolge sind die Gebühren für das Abheben an Geldautomaten in den vergangenen zwei Monaten gesunken. Ursache dafür soll die seit Mitte Januar geltende Regelung sein, wonach Banken Fremdkunden die Kosten für das Abheben von Bargeld am Automaten anzeigen müssen. Durch die Pflicht zur Anzeige der Gebühren soll der Wettbewerb unter den Automatenbetreibern in Gang gekommen sein. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".
Demnach meldete der Geldautomatenradar der ING-DiBa noch im Januar horrende Beträge, doch peu à peu sei die Gebühr in den meisten Fällen unter 5 Euro gefallen. So habe die Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld noch zu Jahresbeginn 10 Euro für einmal Geld abheben berechnet. Inzwischen verlange die Sparkasse 4,95 Euro für den Vorgang. Auch die Sparkasse Wittenberg habe die Gebühr für Fremdkunden von 7,50 Euro auf 4,95 Euro gesenkt. Von anfangs 7,50 Euro habe die Sparkasse Holstein die Gebühr auf 3,95 Euro begrenzt.
Besonders teuer sind nach Angaben der ING-DiBa Sparkassen und Banken auf dem Land, wo es keine anderen Finanzinstitute gibt. Konkurrenz erhalten die regionalen Banken nun durch den Einzelhandel. Bei Rewe und Penny kann man ab einem Mindesteinkauf von 20 Euro unentgeltlich Bargeld an der Kasse abheben. Auch die Postbank-Geldautomaten an den Shell-Tankstellen seien mit einer Gebühr von 1,95 Euro vergleichsweise günstig.