Der Durchschnittsbeitragssatz der Berufsgenossenschaften ist im vergangenen Jahr leicht angestiegen. Im Durchschnitt aller Branchen hat sich der Beitragssatz der Unternehmer zur gesetzlichen Unfallversicherung von 1,33 Prozent im Jahr 2002 auf 1,35 Prozent der Lohnsumme in 2003 erhöht. Dies zeigen die aktuellen Geschäfts- und Rechnungsergebnisse der Berufsgenossenschaften für das Jahr 2003.
Ein wesentlicher Grund für den Anstieg ist die rückläufige Zahl der Versicherten und der damit verbundene Rückgang der beitragspflichtigen Entgelte. Da diese Lohnsumme eine wesentliche Berechnungsgrundlage für die Beiträge darstellt, schlägt sich der Beschäftigungsrückgang unmittelbar nieder.
Die Zahl der Versicherten sank um 1,4 Prozent auf 42,165 Millionen. Der Beschäftigungsrückgang beträgt gemessen an der geleisteten Arbeitszeit 1,1 Prozent. Diese Entwicklung vollzieht sich quer durch alle Wirtschaftszweige - einzige Ausnahme bildet der Gesundheitsdienst mit einem Beschäftigungszuwachs von zehn Prozent. Weitere Ursache für das höhere Umlagesoll sind außerdem die gestiegenen Kosten, unter anderem in Bereichen, auf die die Berufsgenossenschaften keinen Einfluss haben, wie die Rentenanpassungen.
Die absolute Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ist im Jahr 2003 deutlich um 10,5 Prozent auf 871.145 gesunken. Auch die Zahl der schweren Arbeitsunfälle, die zu einer neuen Unfallrente führten, sank deutlich um 4,6 Prozent. Die tödlichen Arbeitsunfälle, die in den Vorjahren ebenfalls deutlich zurückgegangen waren, verringerten sich um 4,9 Prozent. (dh)
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