Die HypoVereinsbank (HVB) ist offenbar auf der Suche nach Übernahmemöglichkeiten auf dem deutschen Markt. Wie der Vorstandschef der HVB, Wolfgang Sprißler, jetzt in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung mitteilte, ist die HVB an der Bankgesellschaft Berlin interessiert.
Die Kriegskasse der HVB scheint gut gefüllt zu sein. Den hauseigenen Fondsanbieter Activest hat die HVB bereits an die Konzernmutter Unicredit verkauft und kann dafür nach Angaben von Sprißler einen dreistelligen Millionenbetrag verbuchen. Nun soll auch die Bank Austria-Creditanstalt an Unicredit abgegeben werden. Hierfür wird laut Sprißler ein Milliardenbetrag fällig. Die Einnahmen wolle man nutzen, um in Deutschland durch Akquisitionen zu wachsen, so der HVB-Chef im Interview. Im Hinblick auf einen etwaigen Kauf der Bankgesellschaft Berlin bestätigte Sprißler ein grundsätzliches Interesse seines Hauses. Auf die Frage, ob er sich denn auch einen Kauf der Postbank vorstellen könne, wenn die Deutsche Post AG ihre Mehrheitsbeteiligung verkaufen würde, antwortete Sprißler, er habe viel Phantasie.
Die HVB war bereits an einer Übernahme der Berliner Bank und der Norisbank interessiert. Beide Institute wurden letztendlich von der Deutschen Bank gekauft.