Die Preise für Wohneigentum sind nach der Abschaffung der Eigenheimzulage gestiegen. In den Jahren 2006/2007 mussten Käufer rund 10 Prozent mehr für ihre Immobilie zahlen. Das zeigt die Infratest-Wohneigentumsstudie. Im ersten Quartal 2009 sind die Preise nach den aktuellen Marktinformationen der LBS-Immobilien-Experten mindestens stabil geblieben.
Die repräsentative Infratest-Umfrage bei über 1.500 Erwerbern der letzten Jahre bestätigt zudem, dass der Kauf von Wohneigentum weiter an Bedeutung gewinnt. Der Neubau von Eigenheimen und Eigentumswohnungen hingegen konzentriert sich verstärkt auf die Ballungsräume und deren unmittelbares Umland. Attraktive Lagen und steigende Baukosten haben nach Einschätzung von LBS Research dazu geführt, dass Neubauobjekte von 2004 bis 2007 mit 247.000 Euro im Durchschnitt um 13 Prozent teurer gewesen sind als zu Beginn des Jahrzehnts.
Die Ursachen für die Robustheit des Gebrauchtwohnungsmarktes auch in der Finanzkrise beruht nach Einschätzung von LBS Research auf mehreren Faktoren: Die Wohnimmobilie werde als sichere und solide Anlageform mehr denn je geschätzt. Außerdem mache ein extrem niedriges Zinsniveau gerade jetzt die Finanzierung leicht. Und schließlich sei die schwache Neubautätigkeit ein Garant dafür, dass das Angebot zunächst einmal tendenziell knapp bleibe. Trotz der Unsicherheit über die Wirtschaftsentwicklung sei daher davon auszugehen, dass Preise und Nachfrage nach selbstgenutztem Wohneigentum stabil blieben.