Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland ist im ersten Quartal 2008 um 13,1 Prozent zurückgegangen. Das berichtet das Statistische Bundesamt (Destatis).
Insgesamt verzeichneten die deutschen Amtsgerichte im ersten Quartal dieses Jahres 38281 Insolvenzen, darunter 7147 von Unternehmen und 24152 von Verbrauchern. Ein Vergleich dieser Zahlen mit dem Vorjahr würde die tatsächliche Entwicklung nicht widerspiegeln, da in Nordrhein-Westfalen die Insolvenzfälle 2007 nicht periodengerecht gemeldet worden sind.
Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre lässt sich aber die Entwicklung auch anhand der Ergebnisse der übrigen 15 Bundesländer darstellen. Ohne Nordrhein-Westfalen ist die Gesamtzahl der Insolvenzen um 13,1 Prozent und die der Unternehmen um 12,6 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen, die in den vergangenen Jahren stark angestiegen war, ist ebenfalls um 13,2 Prozent zurückgegangen.
Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für das erste Quartal 2008 auf 7,3 Milliarden Euro gegenüber 8,3 Milliarden Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.