Erstmals seit einem Jahrzehnt können die Krankenkassen wieder ein Plus verbuchen. Dies teilte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministerium am Wochenende mit. So sei im ersten Quartal diesen Jahres ein Überschuss von einer Milliarde Euro erzielt worden. Dagegen musste man im vergangenen Jahr noch ein Defizit von 630 Millionen Euro verkraften.
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt betonte, dass dieses positive Ergebnis zeige, dass die Reform auf dem Gesundheitssektor ihre Wirkung zeigt. Sie prognostizierte weiterhin, dass der durchschnittliche Beitragssatz noch in diesem Jahr auf unter 14 Prozent fallen werde. Besonders konnten die Krankenkassen Entlastungen durch höhere Zuzahlungen bei Medikamenten und durch die Praxisgebühr verbuchen. Arztbesuche sanken weiterhin um zehn Prozent und die Ausgaben pro Patient konnten um 3,5 Prozent vermindert werden.
Der AOK-Bundesverband äußerte, dass sich die Gesundheitsreform auch nach wie vor positiv auf die finanzielle Lage der Krankenkassen auswirken wird. AOK-Sprecher Udo Barske schloss weitere Beitragssenkungen noch vor Jahreswechsel nicht mehr aus. (dh)
Tipps der Redaktion: |