Sofa und Küchentisch stehen
auf der Prioritätenliste der Deutschen weit vor dem Thema Bildung.
Zumindest, wenn es um Kleinkredite geht. Eine aktuelle repräsentative
Umfrage im Auftrag der Citibank zeigt, dass jeder zweite Bundesbürger
einen Kleinkredit für Einrichtungsgegenstände und Renovierung
aufnehmen würde. Weniger als ein Drittel der Befragten würde dagegen
Geld für Bildung aufnehmen.
Gefragt, für wen oder was die Deutschen am ehesten einen
Kleinkredit in Höhe von 3.000 Euro aufnehmen würden, antworteten 47
Prozent "Möbel und Renovierung". Das Auto mit Anschaffung und
Reparatur folgt mit rund 46 Prozent auf dem zweiten Platz. Darauf
folgt der finanzielle Spielraum, den ein Kreditnehmer durch ein
Darlehen gewinnt. Erst an vierter Stelle steht das Thema Bildung, für
das nur etwa jeder Dritte Geld aufnehmen würde. Interessanter
Nebenaspekt ist, dass der zusätzliche finanzielle Spielraum, mit 43
Prozent und einer Differenz von zehn Prozent zum Durchschnitt, für
Geschiedene wichtiger ist als für Befragte mit einem anderen
Familienstand.
Singles setzen ihre Prioritäten anders und ziehen
Bildung gegenüber finanzieller Freiheit vor. In der Rangreihe folgt
erst dann die Unterhaltungselektronik, die von einem Viertel der
Befragten genannt wurde. An sechster und siebter Stelle folgen die
Urlaubsreise mit 23 Prozent und die Überraschung für die Familie mit
22 Prozent. Langlebige Güter haben somit die Nase vorn, wenn es um
die Bereitschaft zur Aufnahme eines Kredites geht.
"Die Ergebnisse der Umfrage können wir bestätigen", erläutert
Christina Rüping, Kredit-Expertin bei der Citibank. "Die meisten
Kunden nutzen Kleinkredite für dauerhafte Anschaffungen. Klare
Favoriten sind seit Jahren Möbel, Auto und Multimedia-Produkte. Aber
egal für was ein Kredit aufgenommen wird, jeder sollte noch Spielraum
für unvorhersehbare Ausgaben einplanen. Ohne finanzielles Polster
besteht die Gefahr, mit der Ratenzahlung in Verzug zu geraten."