Muss Banken-Rettungspaket nachgebessert werden? 

Die Bundesregierung muss ihr Rettungspaket für die Banken möglicherweise noch einmal nachbessern, weil der Interbankenhandel nach wie vor still steht. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Kreise in Regierung und Bundesbank. Das Problem: Die Banken leihen sich untereinander fast keinen Euro mehr ohne Sicherheit.



Das bisher von der Bundesregierung gestellte Rettungspaket von 500 Milliarden Euro für Banken habe nicht das erhoffte Ergebnis gehabt, heißt es in einer Analyse von Bundesbank und Regierung. Banken legten ihre überschüssige Liquidität weiterhin lieber zu niedrigen Zinsen bei der Zentralbank an als sie einer anderen Bank zu leihen.



In Betracht kommen laut Handelsblatt zwei Möglichkeiten:

1. Die Bundesbank schaltet sich als unabhängige Vermittlungsstelle in den Interbankenhandel ein. Damit würden sich die Banken untereinander nur noch Geld über die Bundesbank leihen. Diese trüge dann auch das Risiko, wenn ein Kredit platzt.

2. Die Konditionen für Einlagen bei der Zentralbank könnten so verschlechtert werden, dass diese Form der Geldanlage für die Geschäftsbanken praktisch ausscheidet.

Eine Entscheidung soll in den nächsten Wochen fallen.

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