Nachfrage nach gebrauchten Eigenheimen steigt 

Die Nachfrage nach gebrauchten Eigenheimen und Eigentumswohnungen nehme bereits spürbar zu. Nach einer zehnjährigen Schwächeperiode sehen die Wohnungsmarktexperten der Landesbausparkassen (LBS) jetzt Anzeichen für eine Trendwende auf den deutschen Wohnungsmärkten. Die Preise stiegen deshalb demnächst merklich an, zumal noch keine Anzeichen für eine Angebotsausweitung durch Neubau erkennbar seien. Dies sind die wichtigsten Kernaussagen der Wohnungsmarktanalyse 2007, die LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm in Berlin vorgestellt hat.



Basis der Veröffentlichung ist die aktuelle Umfrage bei den LBS-Immobiliengesellschaften (LBS-I) und Sparkassen. Auch in diesem Jahr bestätigt die Analyse, dass gebrauchte frei stehende Einfamilienhäuser auf der Beliebtheitsskala ganz oben rangieren. Familiengerechte Wohnbedingungen mit einer in der Regel ansprechenden, „gewachsenen“ Umgebung machen sie auch für jüngere Nachfrager attraktiv, die im Neubau kein ausreichendes Angebot mehr vorfinden. An der Spitze der bundesdeutschen Preisskala liegt laut LBS-Immobilienspiegel – wie schon im Vorjahr – die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden (mit 800.000 Euro für das typische Bestandsobjekt). Auf Platz 2 folgt München (mit 650.000 Euro) vor Konstanz (580.000 Euro) sowie Heidelberg (530.000 Euro).



Annähernd eine halbe Million Euro kosten die Objekte in anderen west- und südwestdeutschen Großstädten wie Essen (500.000 Euro), Frankfurt (490.000 Euro), Stuttgart (480.000 Euro) und Düsseldorf (450.000 Euro). Die teilweise erhebliche Attraktivität der Umlandgemeinden zeigt sich daran, dass die Objekte in Taunus-Vorstädten wie Bad Homburg und Hofheim mit 600.000 Euro 20 Prozent teurer sind als in Frankfurt selbst. Auf der anderen Seite ist das Preisniveau in Bremen mit 220.000 Euro für eine Großstadt in dieser Größenordnung durchaus moderat. In manchen norddeutschen Großstädten wie Hildesheim (mit 170.000 Euro) liegt es noch einmal deutlich niedriger, in ostdeutschen Städten wie Halle oder Gera (mit 130.000 Euro) finden sich sogar ausgesprochen gut bezahlbare Einfamilienhäuser.



Noch keine Markterholung sehen die LBS-Experten hingegen beim Neubau von Reiheneigenheimen. Hier gehen sie unverändert von einer rückläufigen Nachfrage aus, die mit einer weiteren Abschwächung der Neubautätigkeit verbunden sei, insbesondere in Ost- und Norddeutschland. Hier mache sich gerade bei Familien offenbar die Abschaffung der Eigenheimzulage bemerkbar.

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