Trotz stagnierender Nettolöhne legen die Haushalte mehr Geld zurück, wodurch
die Sparquote in Deutschland weiter steigt. Nach Berechnungen der Deutschen
Bank sparten die privaten Haushalte im ersten Quartal des Jahres 10,9
Prozent ihres verfügbaren Einkommens, im Gegensatz zu 10,6 Prozent im
vierten Quartal 2003. Das berichtet die Berliner Zeitung. Nach Ansicht der
Deutschen Bank beruht dieser Anstieg auf den höheren Aufwendungen der Bürger
für die private Altersvorsorge.
Einerseits geben die Menschen langfristig mehr für die Altersvorsorge aus,
legen aber mittelfristig nicht weniger zurück. Dadurch wird insgesamt
weniger Geld ausgegeben und der private Konsum stagniert. Insofern fällt der
private Konsum als Impulsgeber für die Konjunktur aus.
Nach der Meinung von Konjunkturexperten wird die Sparquote 2004 noch weiter
ansteigen. Zu groß sei die Angst vor weiteren Belastungen und die
Verunsicherung über die Folgen der Reformen der Bundesregierung.