Die Riester-Rente wird auch in Zukunft ein Ladenhüter bleiben. Zu diesem Ergebnis kommt der "Insurance Trend" von Mummert Consulting, der Fachzeitschrift "Versicherungsmagazin" und
dem Spezialisten für Umfrage- und Beschwerdemanagementsoftware Inworks. Auch im Jahr 2005 werden die Absatzzahlen für diese Form der Altersvorsorge weiterhin stagnieren, glauben rund 88 Prozent der Fach- und Führungskräfte deutscher Assekuranzen. 80 Prozent der befragten Versicherungsexperten bescheinigen dagegen der nachgelagert besteuerten betrieblichen Altersvorsorge klare Vorteile gegenüber den Riester-Produkten. Das höchste Vertriebspotenzial sehen die Experten nach wie vor bei Privatkunden. 73 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass der Privatkundenmarkt in Zukunft wichtiges Standbein des Vertriebs von Vorsorgeprodukten bleibt.
Gespalten sind die Meinungen über die Bedeutung von Kapital bildenden Produkten wie Lebensversicherungen. Zwei von fünf Experten sind überzeugt, dass sich die Versicherungen trotz der Besteuerung der Gewinne mit neuen Kapital bildenden Produkten gegen die Konkurrenz von Banken durchsetzen können. Jede dritte Fach- und Führungskraft glaubt hingegen, dass Kapital bildende Versicherungen stark an Bedeutung verlieren werden. Profitieren könne dadurch jedoch der Absatz von Risikoprodukten wie beispielsweise der Todesfall- und Invaliditätsversicherung. Zudem geht jede vierte Assekuranz von einer Konzentration auf die neue Leibrentenversicherung aus.
Der "Insurance Trend" von Mummert Consulting beruht auf einer Online-Befragung in Kooperation mit dem Versicherungsmagazin und mit Unterstützung des Spezialisten für Umfrage- und Beschwerdemanagementsoftware Inworks. 218 Fach- und Führungskräfte
aus der Versicherungsbranche wurden zu den Themen Kundenwert, Vorsorge, Vertriebscontrolling und Branchenentwicklung befragt.