Die private Ver- und Überschuldung in Deutschland ist auch 2006 gestiegen, jedoch langsamer als in den Vorjahren. Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Studie "SCHUFA Schulden-Kompass 2006", welche SCHUFA Holding AG jährlich erstellt.
Der Privatverschuldungsindex (PVI) zeigt, wie stark kritische Anzeichen der privaten Verschuldung in verschiedenen Regionen Deutschlands ausgeprägt sind.
Unter den einzelnen Bundesländern liegt Bayern mit den niedrigsten Anzeichen privater Verschuldung auf Platz Eins vor Baden-Württemberg und Sachsen, in Berlin sind die Probleme der Bürger rund um den Kredit am stärksten ausgeprägt, teilte die SCHUFA hierzu mit. Der PVI für das gesamte Bundesgebiet liegt für das Jahr 2005 um 4,1 Prozent höher als im Vorjahr. Von 2003 zu 2004 betrug die Steigerung noch 6,6 Prozent.
In weiteren Studien wurde die Gesamtzahl der überschuldeten Haushalte mit Konsumenten- und/oder Hypothekarkrediten errechnet. Die Überschuldung durch Konsumentenkredite ging dabei zurück: 2005 waren zwischen 1,0 Millionen und 1,9 Millionen Haushalte relativ überschuldet, während es 2004 noch zwischen 1,3 und 2,9 Millionen waren. Werden Hypothekarkredite einbezogen, liegt der Wert gleich bleibend bei rund 3,0 Millionen Haushalten.
Der Schulden-Kompass 2006 basiert auf der Analyse von 384 Millionen anonymisierten SCHUFA-Daten von rund 63 Millionen volljährigen Personen. Hinzu kommen externe Analysen mit Auswertungen auf Basis von 11.440 befragten Haushalten und 21.105 befragten Personen.