Sechs Städte in Deutschland erhöhen noch in diesem Jahr die Grundsteuer-Hebesätze für private Immobilienbesitzer. Besonders in Cottbus werde es damit teuer, berichtet das Finanzmagazin "Capital" im Internet. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) in Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern, die von der wöchentliche Finanzpublikation "Capital Investor" ausgewertet wurde.
Im brandenburgischen Cottbus steigt der Hebesatz um elf Prozentpunkte. In Nordrhein-Westfalen erhöhen die Städte Hattingen und Wesel um sechs, Herten um vier Punkte. Und in Mecklenburg-Vorpommern werden Stralsund (fünf Punkte) und Rostock (zwei Punkte) die Tarife erhöhen. Laut "Capital Investor" ist jedoch die absolute Höhe der Grundsteuer-Hebesätze hauptverantwortlich für die tatsächliche Belastung der Immobilienbesitzer: Die Sätze variieren je nach Stadt um mehr als das Dreifache.
In Bad Homburg, Lingen, Norderstedt und Weimar lägen die Hebesätze unter 300 Prozent, dafür würden Freiburg im Breisgau 600 Prozent, Dresden 635 Prozent und Berlin sogar 810 Prozent verlangen. Die Hebesätze werden von den Kommunen selbst festgelegt und bestimmen zusammen mit dem Grundsteuermessbetrag vorrangig die Steuerlast für Immobilienbesitzer.
Rolf Korenmann, Präsident des Eigentümer-Verbandes Haus und Grund, kritisiert die großen Unterschiede bei den Grundsteuer-Hebesätzen, die sich für ihn nicht von der finanziellen Situation der jeweiligen Kommunen herleiten lassen. Denn es gehe offenbar auch anders: Langenfeld reduzierte den Satz um drei, Düsseldorf und Dormagen um je vier Prozentpunkte.