Die Abwrackprämie wird bis zum Jahresende 2009 gezahlt. Aber nur bis Ende Mai erhalten Autokäufer die Prämie in gewohnter Höhe - 2500 Euro. Wie es danach weitergeht, steht derzeit in den Sternen. Nach Medienberichten denkt die Bundesregierung über eine Verringerung nach. Demnach könnten ab Juni Autokäufer, die einen Neu- oder Jahreswagen kaufen und ein Altauto dafür verschrotten lassen, möglicherweise nur noch mit Beträgen zwischen 1000 und 1500 Euro rechnen.
Scharfe Kritik an einer Senkung der Abwrackprämie übt der Chef von Ford-Deutschland, Bernhard Mattes. Dem Zeitungsportal "Welt Online" sagte Mattes am Freitag, die Prämie habe sich bewährt, weil sie so einfach sei, dass die Menschen sie verstünden. Die Prämie dürfe weder in der Höhe noch in den Bedingungen geändert werden.
Mattes schlägt vor, die Abwrackprämie auch für Selbstständige und Freiberufler einzuführen. Damit auch größere Autos besser verkauft würden, könne man auch zeitlich befristet die Dienstwagensteuer aussetzen oder halbieren. Der Autohersteller Ford gehört mit den Kleinwagen Ka und Fiesta zu den Gewinnern der Abwrackprämie.
Im Lauf der vergangenen Woche hat die Zahl der eingegangenen Anträge auf Abwrackprämie die Grenze von einer Million durchbrochen.