Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen ist im September 2008 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im Zeitraum von Januar bis September 2008 ist die Zahl der Insolvenzen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum jedoch gesunken. Das berichtet das Statistische Bundesamt (Destatis).
Dem Bericht zufolge sind die Verbraucherinsolvenzen im September 2008 im Vergleich zu September 2007 um 5,7 Prozent gestiegen. Die Unternehmensinsolvenzen dagegen gingen um 0,5 Prozent zurück. Die Zahl der gesamten Insolvenzen stieg um 4,1 Prozent.
Insgesamt haben die deutschen Amtsgerichte im September 2008 13 115 Insolvenzen verzeichnet, darunter 8 312 Insolvenzen von Verbrauchern und 2 479 Insolvenzen von Unternehmen. Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte für den September 2008 auf 2,8 Milliarden Euro gegenüber 2,2 Milliarden Euro im September des Vorjahres.
Von Januar bis September 2008 wurden 73 535 Insolvenzen von Verbrauchern (8,7 Prozent weniger gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum) und 22 222 Insolvenzen von Unternehmen (5,7 Prozent weniger) gemeldet. Insgesamt registrierten die Gerichte 116 901 Insolvenzen, das waren 7,9 Prozent weniger als im Zeitraum von Januar bis September 2007.
Die Veränderungsraten beziehen sich auf Berechnungen ohne Nordrhein-Westfalen, da in Nordrhein-Westfalen die Insolvenzfälle 2007 nicht periodengerecht gemeldet wurden. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre lässt sich aber die Entwicklung für Deutschland insgesamt auch anhand der Ergebnisse der übrigen 15 Bundesländer darstellen.