Immer mehr Verbraucher in Berlin müssen Insolvenz anmelden. So ist allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres die Zahl der Insolvenzen um 47,5 Prozent auf 3.540 gestiegen, berichtet der Tagesspiegel unter Berufung auf die Wirtschaftsauskunftsdatei Creditreform. "Berlin ist die Stadt mit den zahlungsunwilligsten Bürgern", sagte Gerhard Wolfram, geschäftsführender Gesellschafter von Creditreform, und nannte als Hauptgründe für die hohe Überschuldung Arbeitslosigkeit, Krankheit und Scheidung.
Dagegen ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Berlin im ersten Halbjahr 2006 um 28,6 Prozent auf 650 gesunken. In Brandenburg verzeichnete Creditreform im ersten Halbjahr 560
Unternehmenskonkurse. Das entspricht einem Rückgang um 16,4 Prozent
innerhalb eines Jahres. Indessen wurden bei Privatleuten 2.450 Pleiten
registriert - ein Anstieg von mehr als 50 Prozent.