Mit 35,3 Milliarden Euro (plus 1,0 Prozent) haben die elf
Landesbausparkassen (LBS) 2006 das zweitbeste Neugeschäftsergebnis in
ihrer Unternehmensgeschichte erzielt. Die Zahl der neu
abgeschlossenen Verträge lag mit 1,45 Millionen um rund acht Prozent niedriger als im Vorjahr.
"Die um fast 10
Prozent gestiegene durchschnittliche Bausparsumme sowie die um rund 4
Prozent ausgeweiteten Kapitalauszahlungen machen die Bedeutung des
Bausparvertrages für die späteren eigenen vier Wände - auch als
Altersvorsorge - sichtbarer denn je", kommentierte
LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm die Zahlen heute in Berlin. Mit
einem Marktanteil von 39 Prozent behielten die Bausparkassen der
Sparkassen eigenen Angaben zufolge weiterhin ihre führende Marktposition bei neuen Bausparverträgen.
Die LBS-Finanzierungsleistungen in Höhe von 8,4 Milliarden Euro im Jahr 2006 (plus 3,9 Prozent) waren laut Hamm durch zwei Faktoren
geprägt: Zum einen stieg im Jahr Eins nach Streichung der
Eigenheimzulage, in dem vor dem Stichtag begonnene Vorhaben noch
realisiert wurden, sowie vor dem Hintergrund der drohenden
Mehrwertsteuererhöhung die Finanzierungsnachfrage für Neubau wie für
Modernisierungsmaßnahmen vorübergehend an. Zum anderen teilen die LBS
jetzt verstärkt Verträge zu, die wieder deutlichere Zinsvorteile
aufweisen.
Verbandschef Hamm forderte die Politik auf, auch in Zukunft auf das Instrument der Wohnungsbauprämie für die Förderung des Wohneigentums als Altersvorsorge zu setzen. Gerade junge Menschen würden den Dreiklang "Bausparen - Wohneigentum - Altersvorsorge" als selbstverständlich ansehen und müssten dabei aktiv unterstützt werden.
Die elf Landesbausparkassen führten für ihre über 9 Millionen
Kunden am Jahresende 2006 insgesamt 11,4 Millionen Bausparverträge
(minus 1,3 Prozent) über eine Bausparsumme von 248,6 Milliarden Euro
(plus 1,4 Prozent). Die addierte Bilanzsumme der LBS-Gruppe hat mit
52,2 Milliarden Euro (plus 1,4 Prozent) ebenfalls einen neuen
Rekordstand erreicht.