Den Deutschen gilt das Wohneigentum nach wie vor als wichtigste Anlageform für die Altersvorsorge. In der Genworth Financial Wohneigentumsstudie 2007 nannten über 70 Prozent der Befragten die Mietersparnis im Alter als zentralen Vorteil der eigenen vier Wände. Das teilte der Hypotheken- und Restschuldversicherer Genworth mit.
Die Mehrheit der befragten Personen gab an, dass der Stellenwert einer selbst genutzten Immobilie für die Altersvorsorge in den vergangenen fünf Jahren für sie zugenommen hat. Fast zwei Drittel der Repräsentativgruppe geben dem Kauf einer Immobilie den Vorzug gegenüber anderen Optionen wie der Riester-Rente oder dem Abschluss einer Lebensversicherung. Trotz dieser Tendenz ist die Wohneigentumsquote in Deutschland mit 43 Prozent immer noch sehr niedrig. Im europäischen Vergleich liegt sie nur in der Schweiz noch darunter.
Ein Grund hierfür sind die finanziellen Belastungen, die beim Kauf einer Immobilie entstehen. Viele – besonders junge Menschen und Familien - scheitern an dem regelmäßig geforderten 20-prozentigem Eigenkapitalanteil. Aber auch den Wegfall der Eigenheimzulage nannte jeder fünfte als ein Hindernis auf dem Weg ins eigene Heim. Die Mehrheit der Kaufinteressenten, die sich durch den Wegfall der staatlichen Subventionen beeinflusst fühlen, reagiert darauf mit Kaufzurückhaltung: Sie erwerben ihr Wohneigentum zu einem späteren Zeitpunkt oder zu einem billigeren Preis als ursprünglich geplant.
Im Rahmen der repräsentativen Umfrage wurden über 1.000 Personen in Deutschland zu unterschiedlichen Aspekten des Themas Wohneigentumsbildung befragt. Sie waren in zwei Gruppen unterteilt: eine Gruppe, die einen repräsentativen Durchschnitt der deutschen Bevölkerung zwischen 20 und 50 Jahren darstellt und eine Gruppe, die aus Personen zusammengesetzt war, die entweder in den zurückliegenden zwei Jahren eine Immobilie erworben haben oder beabsichtigen, dies in absehbarer Zeit zu tun.