In der Krise sehnen sich die Menschen nach bleibenden Werten. 63 Prozent der Deutschen betrachten ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung als besonders sichere Altersvorsorge. Zum Vergleich: Die gesetzliche Rente halten nur 53 Prozent für besonders sicher.
Das ergab die Postbank-Studie "Altersvorsorge in Deutschland 2009/2010, die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach entstanden ist. Im siebenten Jahr legten die Autoren die Studie nun vor.
39 Prozent sehen keinen Weg zu den eigenen vier Wänden
Postbank-Vorstand Dr. Michael Meyer: "Noch mehr Berufstätige als im Vorjahr haben sich zum Ziel gesetzt, in nächster Zeit ein Eigenheim zu erwerben. Inzwischen ist dies jeder Zehnte."
Allerdings: Nur 39 Prozent der Befragten, die noch nicht den Ruhestand erreicht hatten, rechneten damit, im Alter auch tatsächlich ein Haus besitzen zu können. Noch nie verzeichnete die Studie ein so geringes Vertrauen in die eigenen finanziellen Möglichkeiten.
Wohn-Riester unbekannt
In der Postbank-Studie behaupteten 46 Prozent der Befragten, sie hätten noch nie von Wohn-Riester gehört. 80 Prozent der Befragten hielten jedoch den Gedanken einer staatlichen Förderung von Wohneigentum als Altersvorsorge für gut.
Postbank-Vorstand Dr. Michael Meyer forderte von der Politik einfachere, transparentere Modelle zur Förderung von Altersvorsorge über Wohneigentum. Er schlug eine Eigenheimprämie ähnlich der Abwrackprämie vor, mit der umweltbewusstes bauen unterstützt werden soll.
Die siebente Postbank-Studie zur Altersvorsorge hatte außerdem ergeben, dass das Vertrauen in die Altersvorsorge geschwunden ist.