Zahl der Privatpleiten weiter hoch 

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen ist im ersten Quartal des Jahres im Vorjahresvergleich zurückgegangen. Das geht aus Zahlen der Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel hervor. Die Auskunftei will trotzdem nicht von einer Entspannung bei den Privatinsolvenzen reden.

Im ersten Quartal 2011 kam es laut Bürgel zu 34.022 Privatinsolvenzen. Das sind zwei Prozent weniger als im ersten Quartal 2010. Vergleicht man jedoch die Zahlen innerhalb des ersten Quartals, gab es im März 2011 mehr Privatinsolvenzen als im Vormonat.

Pleiten weiter auf hohem Niveau

Außerdem war 2010 ein Rekordjahr bei den Privatinsolvenzen. Die Auskunftei rechnet für 2011 mit 135.000 bis 140.000 Privatinsolvenzen. Geschäftsführer Norbert Sellin sagte dazu: "Die Werte stabilisieren sich derzeit auf hohem Niveau."

Die meisten Privatinsolvenzen gab es in Nordrhein-Westfalen, die wenigsten im Saarland. In mehreren Bundesländern stieg die Zahl der Insolvenzen im Vorjahresvergleich an. Dazu gehören Hamburg, Thüringen und Bremen.

Neu ist, dass die Zahl von Menschen ab 60 Jahren, die in die Schuldenfalle tappen, steigt. Ihr Anteil ist im Vergleich zum ersten Quartal 2010 angestiegen. Bürgel führt dies darauf zurück, das viele ältere Menschen nicht ausreichend auf den Pflegefall vorbereitet sind. Die Hauptursachen für die meisten Insolvenzen sind laut der Auskunftei Arbeitslosigkeit, dauerhaftes Niedrigeinkommen, gescheiterte Selbstständigkeit, Trennung und Scheidung.

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