2000 Jahre Haft für deutsche Steuersünder 

Deutsche Steuerfahnder haben im vergangenen Jahr 1,6 Milliarden Euro hinterzogene Steuern aufgedeckt, Das berichtet das Handelsblatt aus dem aktuellen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums. In 5000 Fällen von Steuerhinterziehung hätten deutsche Gerichte Haftstrafen im Gesamtumfang von 2000 Jahren verhängt. Der Bericht zeige jedoch auch, dass mehr Steuerfahnder nicht automatisch mehr aufgedeckte Steuervergehen bringen, heißt es in dem Artikel. Obwohl die Zahl der Steuerfahnder in den vergangenen fünf Jahren von 2000 auf 2400 gestiegen sei, ist der Gesamtbetrag der entdeckten Steuervergehen nicht gestiegen. Gleichzeitig schätzt das Ministerium, dass dem Fiskus durch Steuerhinterziehung jährlich 30 Milliarden Euro entgehen. Dennoch bringe jeder Steuerfahnder dem Staat 800.000 Euro jährlich ein, koste aber nur ein Jahresgehalt von 40.000 Euro, zitiert das Handelsblatt einen Sprecher des Bundesfinanzministeriums. Die meisten Vergehen deckt jedoch Kommissar Zufall auf. Frustrierte Mitarbeiter und betrogene Ehefrauen geben die meisten wertvollen Hinweise.