Seit heute früh landet das hart verdiente Geld endlich in der eigene Tasche. In den vergangenen Arbeitstagen dieses Jahres haben die Deutschen ausschließlich für den Staat gerackert. Erst ab dem 14. Juli 2009 um 8:42 Uhr arbeiten die Deutschen rein rechnerisch wieder für die eigene Geldbörse.
Damit liegt der diesjährige Steuerzahlergedenktag sechs Tage später als im vergangen Jahr, als die Steuer- und Abgabenzahler bis zum achten Juli für den Staat arbeiten mussten. Der Steuerzahlergedenktag wird vom Bund der Steuerzahler jährlich auf der Grundlage der volkswirtschaftlichen Einkommensbelastungsquote ermittelt. Dabei wird die Summe aus Steuern und Abgaben ins Verhältnis zum Volkseinkommen gesetzt. Für das Jahr 2009 beträgt die Quote 53,3 Prozent. Dieser Wert wird dann auf die Kalendertage eines Jahres umgerechnet, so dass ab dem heutigen Dienstag die Deutschen nicht länger für den Staatshaushalt arbeiten.
Der Bund der Steuerzahler sprach sich zu diesem Anlass für Steuersenkungen aus. "Der Steuerzahler-Gedenktag muss künftig wieder deutlich früher liegen!" sagte der BdSt-Präsident Karl Heinz Däke. Es müsse endlich zu einer spürbaren Senkung der Einkommensbelastungsquote kommen. Dazu seien deutliche Entlastungen bei der Lohn- und Einkommensteuer notwendig.
Noch vor zehn Jahren lag der Steuergedenktag in der Regel im Juni, seit 2000 müssen die Deutschen bis in den Juli hinein für den Staat arbeiten. In den Jahren 2002 bis 2004 lag der Steuerzahlergedenktag noch später als in diesem Jahr.
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