Die Arbeitsgemeinschaft eingetragener Vereine (AGEV) in München erwartet verstärkte Betriebsprüfungen bei Vereinen, Stiftungen und Clubs. Die Finanzämter hätten in den vergangenen Monaten "kräftig aufgerüstet", teilte die AGEV weiter mit und warnte in diesem Zusammenhang vor finanziellen Problemen, die auf die Vereine zukommen könnten.
Jeder zehnte der rund 600.000 Vereine in Deutschland habe letztes Jahr Nachzahlungen oder sonstige unerwartete Forderungen bewältigen müssen. Nicht selten wurden die Vereinsvorstände zur Kasse gebeten, da sie persönlich für das Vereinsvermögen – oder eben dessen Schulden - haften. Handele es sich um "vermeidbare Fehler", helfen hier weder Verbände noch Sport- und Haftpflichtversicherungen, erklärte die AGEV weiter.
Wichtig sei es, die Zugriffsmöglichkeit des Fiskus auf die elektronischen Vereinsdaten auf "steuerrelevante Daten" einzugrenzen. Es komme vor, dass die Behörden, unterstützt durch neue Software, auf die gesamte elektronische Buchführung von Organisationen und Unternehmen zugreifen. Dies sei rechtlich unzulässig. Das Finanzamt muss vorher deutlich machen, welche Daten durchleuchtet werden sollen.
Ein Leitfaden zu dem Thema kann bei der AGEV kostenfrei unter www.agev.info bestellen.